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Tesla mustert 75-kWh-Batterie für Model S und X aus

Die Preise für die großen Elektroautos von Teslas steigen demnächst deutlich: Firmenchef Elon Musk kündigte auf Twitter an: “Ab Montag wird Tesla keine Bestellungen mehr für die 75-kWh-Version des Model S & X annehmen. Wer diese Ausführung bevorzugt, bestellt bitte bis Sonntagabend.”

Tesla hat die für seine Stromer verfügbaren Ausstattungen über die Jahre regelmäßig angepasst. Der in wenigen Tagen auslaufende Energiespeicher mit 75 kWh Kapazität wurde 2016 eingeführt. Zuvor waren noch schwächere Batterien verfügbar, diese wurden laut Tesla jedoch nur selten nachgefragt und daher aus dem Programm genommen. Ob es eine neue Grundversion für das Model S oder X geben wird, ist offen.

Das Model S mit 75-kWh-Batterie ist aktuell ab 69.019 Euro zu haben, das Model X kostet mindestens 97.400 Euro. Dafür gibt es unter anderem bis zu 490 bzw. 417 Kilometer Reichweite nach NEFZ-Norm. Die nächstgrößere Batterie mit 100 kWh Kapazität ermöglicht mit dem Model S bis zu 632 Kilometer mit einer Ladung (ab 108.420 Euro), das Model X mit 100 kWh schafft 565 Kilometer (ab 115.000 Euro).

Das Einstellen des Model S mit 75-kWh-Batterie dürfte es Tesla erleichtern, Überschneidungen mit dem Model 3 zu vermeiden. Die Mittelklasse-Limousine wird ab diesem Jahr weltweit mit bis zu 560 Kilometern Reichweite nach neuer WLTP-Norm ausgeliefert, die Preise reichen derzeit von rund 55.000 bis weit über 60.000 Euro. Mit dem Model Y wird es ab 2020 auch für das Model X eine kompakte, preisgünstigere Alternative geben.

Für deutsche Kunden bedeutet das Auslaufen der 75-kWh-Ausführung des Model S, dass sie beim Neukauf nicht mehr vom sogenannten “Umweltbonus” in Höhe von 4000 Euro profitieren. Eine der Voraussetzungen für die Förderung ist, dass das jeweilige Basismodell zum Zeitpunkt des Abschlusses des Kauf- oder Leasingvertrags zu einem Netto-Listenpreis von maximal 60.000 Euro bestellt werden kann – dies ist derzeit nur beim Model S mit 75-kWh-Kapazität der Fall. Auch das Model 3 soll mit Umweltbonus angeboten werden, die Bestätigung durch die zuständige Behörde steht aber noch aus.

Neue Modellbezeichnungen

Musk teilte auf Twitter weiter mit, dass Tesla seine Elektroautos in Zukunft nicht mehr mit der verfügbaren Batteriekapazität bewerben wird. Stattdessen werden wie beim Model 3 Bezeichnungen wie “Standard”, “Mittlere Reichweite” oder “Langstrecke” genutzt.

Darauf angesprochen, ob das Model S und X in den nächsten beiden Jahren komplett ausgemustert werden, erwiderte der Tesla-Chef: “bestimmt nicht”. Nach aktuellem Stand sollen die beiden Premium-Stromer ab 2020 umfassend überarbeitet werden, höchstwahrscheinlich in Form einer zweiten Generation der jeweiligen Baureihe.

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Tesla veröffentlicht “Sicherheitsbericht” für 4. Quartal 2018

Tesla hat 2018 einen öffentlichen “Sicherheitsbericht” eingeführt. Die künftig jedes Quartal erscheinende Auswertung soll mit konkreten Zahlen belegen, wie sicher die angebotenen Elektroautos sind. Nun wurde der zweite Bericht veröffentlicht.

Im vierten Quartal 2018 registrierte Tesla alle 2,91 Millionen mit aktiviertem Autopilot gefahrene Meilen (ca. 4,7 Mio. km) einen Unfall. War das Fahrerassistenzsystem ausgeschaltet, habe sich alle 1,58 Millionen Meilen (ca. 2,54 Mio. km) ein Unfall ereignet. Im Vergleich zum Vorquartal gab es demnach zuletzt mehr Unfälle, insgesamt kommen in den Tesla-Stromern aber weiter vergleichsweise wenige Menschen zu Schaden.

“Die neuesten Daten der NHTSA (US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit, d. Red.) zeigen, dass es in den USA alle 436.000 Meilen (ca. 700.000 km) zu einem Unfall kommt”, merkte Tesla an. In seinem ersten Sicherheitsbericht hatte das Unternehmen erklärt, dass sich die Daten der NHTSA auf tatsächlich geschehene Unfälle beziehen, die eigene Analyse enthalte auch Beinahezusammenstöße.

Tesla betont, seine Autos als “die sichersten der Welt” zu konzipieren. “Zwar vermeidet kein Auto alle Unfälle, wir arbeiten aber Tag für Tag hart daran, die Wahrscheinlichkeit zu verringern. Fortschrittliche Sicherheitssysteme wie Notbremsassistent, Spurhaltewarnsystem und Hinderniswarnung sind Standard bei allen Tesla-Fahrzeugen, um zusätzliche Sicherheit über die physische Struktur des Fahrzeugs hinaus zu bieten.”

“Over-the-Air-Updates erlauben es uns, für größere Sicherheit zu sorgen und neue Funktionalitäten einzuführen, lange nachdem ein Auto vom Kunden gekauft wurde”, heißt es weiter. “Und da jeder Tesla vernetzt ist, können wir mehr als 10 Milliarden Meilen gesammelte Daten unserer globalen Flotte nutzen – über eine Milliarde davon mit aktiviertem Autopilot -, um unsere Produkte laufend zu verbessern.”

Larry Ellison ist größter Tesla-Einzelaktionär nach Elon Musk

Tesla hat Ende 2018 zwei unabhängige Direktoren in seine Konzernführung berufen, darunter den Software-Unternehmer Larry Ellison. Nun wurde bekannt: Der Gründer und Großaktionär von Oracle ist auch zweitgrößter Einzelaktionär des Elektroautobauers.

Ellison ist mit insgesamt einer Milliarde US-Dollar bei Tesla eingestiegen. Die Beteiligung wurde diese Woche von der US-Börsenaufsicht SEC bekanntgemacht. Ellison besitzt demnach indirekt drei Millionen Tesla-Aktien über den Lawrence J. Ellison Trust. Mit 1,75 Prozent der Anteilsscheine ist er der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge der zweitgrößte Einzelinvestor.

Einen größeren Anteil als der 74-jährige Ellison hat nur Tesla-Chef Elon Musk: Ihm gehören derzeit 20 Prozent des Unternehmens. Ellison wurde jüngst in den Tesla-Verwaltungsrat berufen und ist damit dafür zuständig, Vorstandschef Musk auf die Finger zu schauen. Dass er in großem Stil Tesla-Aktien besitzt und mit Musk befreundet ist, war bereits zuvor bekannt.

Neben Larry Ellison gehört seit wenigen Tagen die Personalmanagerin Kathleen Wilson-Thompson der Konzernführung von Tesla an. Der US-Autohersteller erfüllt damit eine Forderung der Börsenaufsicht, mit der sich Musk nach umstrittenen Aussagen zu einem möglichen Börsenrückzug auf einen Vergleich geeinigt hatte. Die Einigung umfasst, dass Musk für drei Jahre den Verwaltungsratsvorsitz bei Tesla abgibt und zwei zusätzliche unabhängige Direktoren verpflichtet. Zudem mussten er und Tesla je 20 Millionen Dollar Geldstrafe zahlen.