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Tesla-Chef überwacht Europa-Start des Model 3 persönlich

Tesla hat vor kurzem offiziell mit der Auslieferung des Model 3 in Europa begonnen, der Start verlief jedoch etwas holprig. Firmenchef Elon Musk hat noch am Tag des Auslieferungsbeginns für die Verzögerungen um Entschuldigung gebeten und Besserung gelobt. Kurz darauf verschaffte er sich selbst einen Überblick über die Lage.

Musk veröffentlichte vergangene Woche auf Twitter ein Bild von dem belgischen Hafen Zeebrugge, an dem derzeit die erste große für europäische Käufer bestimmte Schiffsladung Model 3 abgefertigt wird. “Es ist aufregend, Tausende Model 3 auf ihrem Weg zu Kunden in Europa zu sehen”, freute sich Musk.

Nach seinem Besuch in Zeebrugge machte sich der Tesla-Chef auf den Weg zum niederländischen Distributionszentrum in Tilburg. Anschließend stand die Tesla-Zentrale in Amsterdam auf dem Programm. Später machte er sich dann auf den Weg nach Norwegen, um den Service zu inspizieren. Zahlreiche der dortigen Tesla-Besitzer hatten sich im letzten Jahr über zu geringe Servicekapazitäten beschwert, was unter anderem durch eine Aufstockung des Personals gelöst werden soll.

Norwegen gehört trotz seiner überschaubaren Größe aufgrund der hohen Nachfrage nach Elektroautos zu den wichtigsten Märkten von Tesla. Es wird daher erwartet, dass ein hoher Anteil der ersten hierzulande angelieferten Model 3 im Norden Europas an Kunden übergeben wird. Um auch andere Märkte möglichst schnell beliefern zu können, kommen Berichten zufolge bald wöchentlich 3000 Model 3 in Zeebrugge an.

Bericht: Tesla schrumpft Auslieferteam in den USA

Nach dem Hochlauf der Großserienproduktion des Model 3 und über einem Jahr Auslieferungen an Kunden in den USA steht bei Tesla 2019 die Expansion nach Europa sowie China auf dem Programm. Auf dem Heimatmarkt werden nun offenbar im großen Stil Stellen in der Auslieferungsabteilung abgebaut.

Tesla hat Anfang des Jahres die zweite Entlassungswelle innerhalb von sechs Monaten angekündigt. Anders könne das Unternehmen nicht langfristig rentabel arbeiten und bestehen, erklärte Firmenchef Elon Musk. Zunächst hieß es, dass vor allem Bereiche rund um die großen Elektroautos Model S und Model X von der Umstrukturierung betroffen sind, laut Medienberichten werden aber auch für das Model 3 eingeteilte Teams verkleinert.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Insider, dass Tesla in Nordamerika eine für den dortigen Markt zuständige Auslieferungsabteilung um mehr als die Hälfte geschrumpft hat. Um die 150 von insgesamt 230 Mitarbeitern an dem für die USA und Kanada zuständigen Ausliefer-Standort in Las Vegas sollen im Januar entlassen worden sein.

“Es gibt nicht genügend Lieferungen”, so ein ehemaliger Angestellter von Tesla im Gespräch mit Reuters. “Man braucht keine Mannschaft, da nicht sehr viele Fahrzeuge abzufertigen sind.” Tesla wollte sich zudem Bericht auf Anfrage nicht äußern. Wie viele Mitarbeiter insgesamt für Auslieferungen in den USA zuständig sind, ist nicht bekannt.

Tesla hat 2018 alles dafür getan, möglichst viele Model 3 zu bauen und in den USA auszuliefern. Zentraler Treiber dafür war neben der langen Wartezeit auf die neue Baureihe die Halbierung einer Steuererleichterung. Viele der verbleibenden Kaufinteressenten wollen die für 35.000 US-Dollar vor Steuern in Aussicht gestellte Basisversion des Model 3 erwerben – das Interesse an den bereits erhältlichen hochpreisigen Ausstattungen könnte in Nordamerika daher zunächst gesättigt sein. Im letzten Jahr wurden laut Reuters insgesamt 145.610 Model 3 an Kunden in den USA und Kanada übergeben, die günstigsten zum Preis von über 40.000 Dollar.

Telsa-Chef Elon Musk hat Investoren versichert, dass die Nachfrage nach dem Model 3 weiter groß ist – insbesondere in Europa und China, wo das Interesse an Limousinen deutlich höher als auf dem Heimatmarkt des Elektroautobauers ausfällt. Schon bald dürfte aber auch in Nordamerika die Zahl der Abnehmer wieder steigen: Das 35.000-Dollar-Model-3 könnte Musk zufolge ab Mitte des Jahres vom Band rollen. Ein vergleichbares Angebot der Konkurrenz ist derzeit nicht in Sicht.

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Rivian CEO talks R1T and R1S battery packs, drivetrains and suspension

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Rare look at Porsche Taycan’s automated charge port door and ‘frunk’

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Tesla readies for Model 3 customer deliveries in China as cargo ship arrives at port

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Tesla bestreitet Studie zu nachlassender Winter-Reichweite von Elektroautos

Eine Kältewelle in den USA hat in diesem Jahr bei Elektroauto-Fahrern für Frust gesorgt: Die mit ihren Stromern mit einer Batterieladung erzielbaren E-Kilometer gingen teils deutlich zurück. Auch zahlreiche Tesla-Besitzer meldeten eine technikbedingt geringere Reichweite. Laut einer aktuellen Studie büßen Elektroautos bereits bei wenigen Grad unter Null einen Großteil ihrer Reichweite ein. Tesla bezweifelt die Angaben.

Der von dem US-amerikanischen Verkehrsclub American Automobile Association (AAA) veröffentlichten Analyse zufolge sinkt die Reichweite von Elektroautos mit eingeschalteter Heizung bei rund -7 Grad Celsius im Durchschnitt um 41 Prozent. Für die Auswertung wurden fünf Modelle herangezogen, darunter das Model S in der Ausführung mit 75-kWh-Batterie und Allradantrieb. Der Tesla schnitt laut dem AAA schlechter als der Nissan LEAF und VW e-Golf ab, jedoch deutlich besser als der BMW i3s sowie der Chevrolet Bolt EV.

Tesla nahm auf Anfrage des US-Blogs Electrek Stellung zu der AAA-Studie: “Ausgehend von den mit unserer Flotte in der Praxis gesammelten Daten, die Millionen von echten Model-S-Käufern unternommene lange Reisen umfassen, können wir mit Sicherheit sagen, dass ein durchschnittlicher Model-S-Besitzer selbst mit laufender Heizung und Klimaanlage nicht annähernd einen derartigen Rückgang bei -7 Grad erlebt.” Konkrete Werte für die im Winter zu erwartende Reichweite nannte der Elektroautobauer nicht.

Model 3 kämpft mit weiteren Problemen

Fahrer eines Tesla Model 3 sahen sich in den vergangenen Tagen aufgrund des widrigen Wetters in einigen US-Bundesstaaten mit weiteren Problemen konfrontiert. In den sozialen Netzen tauchten immer wieder Berichte auf, dass der neue Tesla sich nur schwer öffnen lässt. Schuld seien die in der Fahrzeugkarosserie versenkten Türgriffe, die zum Öffnen herausgeklappt werden müssen – ist das Auto vereist, tun sie dies aber oftmals nur sehr schwer.

Auch nicht richtig schließende Fenster sowie zugefrorene Ladeanschlüsse wurden von Model-3-Käufern gemeldet. Tesla weiß über die Probleme Bescheid und hat Abhilfe versprochen. Bereits im vergangenen Jahr teilte das Unternehmen mit, dass Software-Updates das Verhalten des Model 3 bei kalten Temperaturen verbessern sollen. Model-3-Fahrern wird zudem empfohlen, ihr Elektroauto bei Bedarf auf der höchsten Stufe vorzuheizen. Dadurch werde bei Minusgraden auch der Deckel des Ladeanschlusses besser von Eis befreit.