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Tesla Model 3 startet in Europa mit deaktiviertem Autopilot

Das Model 3 wird seit dieser Woche in Europa ausgeliefert. Die Funktion “Autopilot” werden die Besitzer zunächst nicht nutzen können. Der Grund: Das System wurde noch nicht für den Einsatz auf den hiesigen Straßen zugelassen.

“Im Augenblick ist der Autopilot nicht Teil der Fahrzeugzulassung für das Tesla Model 3”, teilte ein Sprecher der niederländischen Verkehrsbehörde RDW mit, die in Europa für die Genehmigungsprozesse rund um den neuen Tesla zuständig ist. RDW erklärte nicht, warum und wie lange sich die Zulassung des Autopilot verzögert. Die Limousine Model S und das SUV Model X sind in Europa bereits mit aktiviertem Autopilot unterwegs.

Tesla hat im Januar bekanntgegeben, dass der Start des Model 3 hierzulande genehmigt wurde, erwähnte dabei jedoch nicht den Status des Autopilot. Zuletzt häuften sich Berichte, dass die Technik hierzulande deaktiviert ist. Tesla bestätigte dies auf Anfrage der Los Angeles Times diese Woche. Laut dem Elektroautobauer sind alle erforderlichen Tests abgeschlossen, lediglich die Freigabe stehe noch aus. Eine Tesla-Sprecherin teilte Teslamag auf Anfrage mit, dass der Autopilot in Europa Anfang nächster Woche freigeschaltet werden soll.

Alle in Europa ausgelieferten Model 3 verfügen standardmäßig über Fahrerassistenzsysteme, die für mehr Sicherheit und Komfort sorgen sollen. Die unter dem Begriff Autopilot zusammengefassten Funktionalitäten beinhalten eine Notbremsautomatik sowie Frontaufprall- und Seitenkollisionswarnung.

Mit der aufpreispflichtigen Option “Verbesserte Autopilot-Funktionalität” kann das Model 3 in vielen Fällen selbst lenken, beschleunigen und bremsen, der Fahrer muss den Computer allerdings weiter überwachen. Auch einen automatischen Spurwechsel, das Überholen anderer Autos und das Ansteuern von Autobahnkreuzen sowie -ausfahrten kann das System meistern. Tesla will später weitere Fähigkeiten über Software-Updates einführen.

Wer seine Bestellung für das Model 3 im Online-Konfigurator von Tesla finalisiert, kann die verbesserte Autopilot-Funktionalität derzeit für 5200 Euro mitbestellen. Für die Nachrüstung werden 7300 Euro aufgerufen.

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Daimler bestätigt Gespräche mit Tesla über Elektro-Transporter

Elon Musk teilte Ende 2018 mit, dass er gerne einen Elektro-Transporter mit Daimler-Technik bauen würde. Insidern zufolge hat dies zu Gesprächen zwischen den Schwaben und Tesla über eine mögliche Kooperation geführt. Daimler-Chef Dieter Zetsche bestätigte nun: “Diese Gespräche finden statt.” Es sei allerdings nicht absehbar, ob es zu einer Zusammenarbeit kommen wird.

Noch ist unklar, worüber sich Tesla und Daimler konkret unterhalten. Tesla will seine derzeit noch vorrangig mit Verbrennern ausgestattete mobile Service-Flotte in Zukunft mit elektrischen Fahrzeugen betreiben. Ursprünglich war vorgesehen, dazu die großen Elektroautos Model S und Model X umzurüsten – Musk will nun aber offenbar weiter Kleintransporter einsetzen. Die angedachten elektrischen Nutzfahrzeuge könnten später auch an private Kunden verkauft werden.

Darauf, dass es Tesla aktuell vor allem um den eigenen Fuhrpark geht, lässt die Aussage eines Unternehmenssprechers von Daimler schließen: Er teilte diese Woche mit, dass die Kalifornier den Mercedes-Benz Sprinter für ihre Service-Fahrten einsetzen wollen. Der seit 1995 erhältliche Kleintransporter gilt als eines der fähigsten und zuverlässigsten Nutzfahrzeuge seiner Klasse, ab diesem Jahr kann das Modell in Form des eSprinter auch rein elektrisch bestellt werden.

Dass Tesla sich mit einer Großbestellung des eSprinter zufrieden gibt, darf bezweifelt werden – die Elektrotechnik von Daimler ist der des US-Unternehmens deutlich unterlegen. Für den batteriebetriebenen Sprinter werden zunächst nur rund 150 Kilometer Reichweite in Aussicht gestellt – Teslas Stromer bieten schon heute Reichweiten von mehreren Hundert Kilometern. Das für dieses Jahr angekündigte erste Nutzfahrzeug von Tesla, der Semi, soll sogar über 800 E-Kilometer schaffen.

Musk geht es beim Mercedes-Benz Sprinter hauptsächlich um eine gute Basis für die Verwendung von Tesla-Technik. Würde Mercedes das Fahrzeug in Rohform ohne Antrieb liefern, könne daraus zeitnah ein leistungsfähiger neuer Elektro-Transporter entstehen. Nach den Worten des Tesla-Chefs soll es später auch ohne Kooperation eine solche Baureihe geben, derzeit hätten jedoch der Semi und das Kompakt-SUV Model Y Priorität.

Tesla und Daimler haben früher eng zusammengearbeitet – etwa bei der Batterie-Version der B-Klasse. Der Daimler-Konzern war zeitweise mit fast 10 Prozent an Tesla beteiligt und bewahrte den Elektroauto-Pionier damit laut Musk vor der Pleite. 2014 trennte sich Daimler von seinen Anteilen und ließ die gemeinsamen Projekte auslaufen. Der Traditionskonzern setzt seitdem auf die Entwicklung eigener Elektroauto-Technik, die in diesem Jahr mit dem SUV EQC ihre Großserien-Premiere feiert.

Tesla liefert erste Model 3 an Kunden in Europa aus

Der erste Frachter mit Hunderten Model 3 an Bord hat vor wenigen Tagen den belgischen Hafen Zeebrugge erreicht. Gestern informierte Tesla dann Kunden, dass sie ihr neues Elektroauto in Belgien sowie am niederländischen Werk in Tilburg abholen können. Der damit erfolgte offizielle Europastart des Model 3 lief nicht ganz reibungslos ab, soll aber noch diese Woche hochgefahren werden.

Käufer des Model 3 beschwerten sich in den sozialen Netzen, dass der Termin für die Abholung in den vergangenen Tagen mehrfach geändert wurde. Diese Woche hieß es für viele überraschend, dass ihr Neuwagen für die Übergabe bereitstehe. Einige der kurzfristig in Zeebrugge und Tilburg angereisten Kunden wurden dann aber enttäuscht: Ihr Fahrzeug konnte doch nicht ausgeliefert werden.

Tesla-Chef Elon Musk entschuldigte sich auf Twitter für die Verzögerung, die Abläufe in Zeebrugge seien noch nicht eingespielt und hätten daher zu Problemen geführt. Er versicherte, dass ab heute in großer Stückzahl Model 3 auf die Straßen kommen sollen. Einige der enttäuschten Model-3-Besitzer wurden Berichten im Netz zufolge von Tesla zum Essen eingeladen.

Viele europäische Käufer des Model 3 warten bereits seit über zwei Jahren auf das Elektroauto. Tesla nimmt seit der Premiere im April 2016 Vorbestellungen für seinen bisher erschwinglichsten Stromer an. Wer zeitnah bestellt hat und eine der derzeit angebotenen hochpreisigen Ausführungen kauft, erhält als einer der ersten ein Model 3. Die Basisversion für um die 40.000 Euro wird voraussichtlich ab Mitte des Jahres erhältlich sein.

Wann das Model 3 in großer Stückzahl auf dem deutschen Markt ausgeliefert wird, ist noch offen. Erste Kunden haben bereits von Übergabeterminen für diesen Monat berichtet, Tesla soll sich beim Europastart der Baureihe jedoch zunächst auf Norwegen konzentrieren. Das Land gehört aufgrund der großen Popularität von Elektroautos zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens.

Tesla’s Model 3 delivery challenges in Europe are growing pains for a global ramp

By Simon Alvarez Posted on February 7, 2019 The arrival of the cargo ship Glovis Captain on the port of Zeebrugge earlier this week heralded new opportunities and challenges for electric car maker Tesla. The massive vessel is estimated to be carrying around 3,000 Model 3, which are expected to start an electric disruption in […]