Tesla-Spekulant wird aggressiv, einstweilige Verfügung bewilligt

Spekulanten wetten an der Börse auch auf fallende Kurse von Tesla. Da sich der Elektroautobauer der vorhergesagten Pleite seit Jahren erfolgreich widersetzt, stehen einige von ihnen vor mitunter großen Verlusten. Dies führt offenbar zu einem immer aggressiveren Auftreten dieser Gruppe – nicht nur im Netz.

Tesla hat in den USA eine einstweilige Verfügung gegen eine für ihre scharfe Kritik an dem Unternehmen bekannte Person bewirkt. Der Fall wurde kürzlich auf Twitter bekannt, bei der sich dort anschließend entwickelnden Diskussion wurden Forderungen laut, aktuelle Tests und Werbeaufnahmen von Tesla mit selbstfahrenden Autos absichtlich zu stören. Einige riefen sogar dazu auf, Unfälle zu provozieren.

Gerichtsunterlagen zufolge haben Tesla und Mitarbeiter des Unternehmens zunehmend mit Belästigungen zu kämpfen, die auf eine Störung des Geschäftsbetriebs abzielen. Schlechte Nachrichten und bedenkliche Vorfälle, so die Hoffnung der Anti-Tesla-Aktivisten, führen zu einem sinkenden Aktienkurs.

Ein bei dem aktuellen Fall im Zentrum stehendes Twitter-Profil sollen zwei Brüder betreiben, von denen einer bei Volkswagen in den USA an neuen Technologien arbeitet. Besonders hervortun soll sich zwar der nicht bei VW angestellte Bruder, Tesla-Chef Elon Musk hat die Wolfsburger mittlerweile aber in einem Tweet auf die Situation aufmerksam gemacht:

Mit Blick auf die beunruhigendsten Vorfälle hat Tesla dem zuständigen Gericht in den USA unter anderem von diversen Kameras berichtet, die auf dem Firmengelände gefunden wurden oder dorthin gerichtet waren. Auch von unbefugtem Zutritt und der Verletzung eines Tesla-Mitarbeiters durch ein flüchtendes Auto wird berichtet. All diese Vorfälle habe man der Person zuordnen können, gegen die nun eine einstweilige Verfügung bewilligt wurde.

Der jüngste Vorfall ereignete sich am 16. April: Tesla-Mitarbeiter, die eine Präsentation auf öffentlichen Straßen filmten, wurden von der mit anhaltender Belästigung der Firma beschuldigten Person in einem Auto verfolgt, dabei sei es zu gefährlichen Fahrmanövern gekommen. Auf Twitter wurden später Nachrichten von Tesla-Spekulanten gefunden, die den Fahrer offenbar zu gewagten Fahrmanövern animiert hatten.

Die vor Gericht gemachten Vorwürfe von Tesla werden von mehreren Angestellten und dem Sicherheitschef des Unternehmens untermauert. Die Beweislage reichte zur Bewilligung einer vorübergehenden einstweiligen Verfügung aufgrund einer „glaubhaften Gefahr von Gewalttätigkeit oder Stalking“ aus. Die betroffene Person muss nun mehrere Wochen mindestens knapp 90 Meter Abstand von der Fabrik und Zentrale von Tesla halten, darf Angestellten nicht folgen oder diese kontaktieren und muss Abstand zu erkennbar von Tesla selbst eingesetzten Fahrzeugen halten.

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