Tesla beklagt Kapazitätsprobleme durch Panasonic

Teslas Technologie-Partner Panasonic hat kürzlich mitgeteilt, dass die gemeinsam betriebene Batterie-Fertigung in der Gigafactory 1 im US-Bundesstaat Nevada Ende März eine Kapazität von 35 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr erreicht hat. Der Tesla-Chef widerspricht dem.

Elon Musk schrieb auf Twitter, dass die Produktionslinien von Panasonic auf das Jahr gesehen derzeit erst um die 24 GWh leisten. Dies hemme bereits seit Juli letzten Jahres die Fertigung des Model 3.

Die frühe und enge Partnerschaft von Tesla und Panasonic gilt als zentral für die führende Position von Tesla im Elektroauto-Markt. Bei Akkus für Teslas Energiespeicher für zuhause und den gewerblichen Einsatz gehen die beiden Unternehmen nun offenbar auf Abstand. “Wir haben keine andere Wahl, als andere Zulieferer für die Powerwall/Powerpack-Zellen zu nutzen”, erklärte Musk.

Eine asiatische Wirtschaftszeitung hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass Tesla und Panasonic die Investitionen für eine für 2020 vorgesehene Erweiterung der Gigafactory 1 auf 54 GWh eingefroren haben. Vonseiten Tesla sei dies laut Musk auch der Fall: Man werde “kein Geld in mehr Kapazität investieren, bis die bestehenden Fertigungslinien an 35 GWh herankommen”.

Auf Nachfrage spezifizierte Musk später, dass die Gigafactory mittlerweile “theoretisch” 35 GWh pro Jahr erreicht habe, die tatsächliche Produktionsmenge betrage jedoch “etwa 2/3” davon.

Tesla lieferte im letzten Quartal deutlich weniger Model 3 als in den drei Monaten davor aus. Der Elektroautobauer begründete dies ursprünglich mit den Herausforderungen der Expansion nach Europa und China. Musk verkündete nun allerdings: “Es war aufgrund des Zell-Engpasses physikalisch nicht möglich, mehr Model 3 in Q1 zu bauen.”

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