Volkswagen-Chef Diess: Wir werden gegen Tesla gewinnen

Vergangene Woche hat VW den ID.3 vorgestellt, mit dem das Unternehmen tief in den Markt für Elektromobilität vordringen will. Flankiert wurde die Präsentation von vielen Medien-Auftritten des Managements. In einem Podcast der Tageszeitung Die Welt ließ sich Herbert Diess, als Volkswagen-Konzernvorstandschef Herr über VW, Audi, Porsche und die übrigen Marken, von zwei Börsenjournalisten befragen. Tesla sei ein Pionier, der Volkswagen in vielen Bereichen antreibe, sagte Diess in dem Gespräch.

„Ich hoffe, dass Tesla überlebt, weil es für uns natürlich Ansporn und Antreiber ist“, sagte Diess auf die Frage nach Teslas Überlebenschancen. Zuvor hatte er der Aussage zugestimmt, dass das kalifornische Unternehmen einen Vorsprung hat – „aber sicher nicht uneinholbar“. Tesla sei nicht nur bei Batterien ein Pionier, sondern auch bei der Vernetzung von Autos und beim Autonomen Fahren. Als „kleines, fokussiertes Unternehmen“ habe es gewisse Vorteile.

Auf der anderen Seite habe auch Volkswagen seine Stärken: „Wir sind groß, wir sind weltweit, und wir haben auch Vorteile beim Skalieren, beim Hochfahren von Fabriken, beim Ausrollen des Geschäfts. Das wird unsere Chance sein in den nächsten Jahren.“ Auf die Frage, ob Volkswagen eher die technologische Führerschaft von Tesla erreichen könne oder Tesla eher die Produktionsexzellenz von VW, antwortete Diess: „Wir werden gewinnen.“

Volkswagen wolle und werde die Pariser Klimaziele bis 2050 erreichen, bekräftigte der Konzernchef. Dazu bringe man in den nächsten Jahren attraktive Elektrofahrzeuge heraus; der e-Tron von Audi, bereits auf dem Markt, erfreue sich guter Nachfrage. Bis zum Jahr 2020/21 solle der Anteil von Elektrofahrzeugen bei Volkswagen 5 Prozent erreichen, bis 2015 dann 15 bis 20 Prozent, 2030 sollen es 40 Prozent sein.

Eine Alternative zur Elektrifizierung sieht Diess nach eigener Aussage in den nächsten zehn Jahren nicht: Brennstoffzellautos funktionierten zwar, bräuchten aber „für die gleiche Fahrstrecke zwei- bis dreimal so viele Windmühlen und Solarmodule“.

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