Musk löscht Meldung über gelöschten Twitter-Account (schweigt aber weiter)

Aktualisierung: Lange hat er es nicht ausgehalten: In der Nacht zum Mittwoch nahm Elon Musk seine Twitter-Aktivitäten wieder auf. Zunächst gab er einige aktuelle Marketing-Ankündigungen von Tesla weiter, dann folgte seine gewohnte Mischung aus launigen und ernsten Nachrichten. Sein Profilbild hat er zu einem Stoffaffen, der eine Flasche umklammert, geändert.

Dass der Tesla-CEO Elon Musk sich längere Zeit nicht auf Twitter zu Wort meldet, kommt nicht häufig vor. Seit Sonntagabend (US-Zeit) aber herrscht tatsächlich Funkstille auf seiner Seite bei der Kurznachrichten-Plattform, nachdem er dort verkündet hatte, soeben sein Twitter-Konto gelöscht zu haben. Allerdings: Kurz nach dieser Nachricht hat Musk noch seinen zuvor veränderten Twitter-Namen wieder korrigiert und jetzt auch den Beitrag zum angeblich gelöschten Konto gelöscht.

Kurzzeitig hatte Musk auf Twitter als Klarnamen „Daddy Dotcom“ angegeben, was den interessanten Effekt hatte, dass auch alle alten Nachrichten des Tesla-CEO unter diesem Namen erschienen. Eine Website, die so heißt, gibt es tatsächlich, war aber auch am Dienstag zumindest von Deutschland aus nicht erreichbar – möglicherweise wegen Überlastung durch die plötzliche Bekanntheit über Musks Twitter-Namen. Laut den Twitter-Richtlinien für verifizierte Konten wie seines ist es nicht zulässig, dort falsche Namen zu verwenden.

Wer den von Teslamag.de am Montag zitierten Musk-Tweet zur angeblichen Löschung seines Kontos aufrufen möchte, erhält jetzt die Nachricht „sorry, diese Seite existiert nicht“. Das Konto von Musk selbst gibt es aber noch, nur steht dort als letzter Beitrag statt der Lösch-Nachricht von ihm eine Antwort auf eine Nutzer-Frage.

Im Vorfeld seines angeblichen Twitter-Abschieds war Musk von vielen Nutzern angefeindet worden, weil er sich weigerte, die Urheberin eines von ihm geposteten Fantasy-Bildes anzugeben. Niemand solle jemals für irgendetwas als Urheber genannt werden, schrieb er sogar.

Daraufhin provozierte ihn der Nutzer „Mawk“ mit der Aussage, Martin Eberhard sei für den gesamten Erfolg von Tesla verantwortlich. Dies bezeichnete Musk – schlecht nachvollziehbar – als gutes Beispiel dafür, warum man keine Urheber nennen sollte. Tesla gebe es nicht wegen, sondern trotz Eberhard, schrieb er dazu, löschte den Tweet aber später wieder. Zwischen Musk und dem ursprünglichen Tesla-Gründer Eberhard gibt es eine außergerichtliche Einigung, laut der Eberhard Musks frühe Rolle bei der Entwicklung von Tesla nicht mehr bestreiten darf. Ob diese Vereinbarung auch umgekehrt gilt, ist nicht bekannt.

Grundsätzlich ist durchaus vorstellbar, dass Musk Twitter trotz der enormen Außenwirkung, die er mit der Plattform erzielt, den Rücken kehrt: Sein Instagram-Konto mit damals 8 Millionen Followern hat er im vergangenen August tatsächlich einfach gelöscht. Der Dienst habe ihm nicht gefallen, erklärte er – auf Twitter.

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